Finanzielle Situation – auf einmal ist eine Person mehr im Haus

Wenn man ein Kind in die Welt setzen möchte, dann muss man sich darüber im Klaren sein, dass es einiges kostet. Heutzutage muss man fast schon vor der geplanten Schwangerschaft durchrechnen, ob man sich ein Kind überhaupt leisten kann. Sicher ist die Liebe der Eltern viel wichtiger als der finanzielle Wohlstand, doch hat das Baby auch einige Grundbedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Vom Staat erhält man natürlich auch finanzielle Unterstützung, doch oftmals steht das in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Ausgaben, die man mit Kind hat.

Auf jeden Fall sollte man sich schon während der Schwangerschaft erkundigen, welche finanzielle Unterstützung einem nach der Geburt des Kindes zusteht. Das Kindergeld wird bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt, Formulare erhält man direkt dort, oder man kann sie im Internet herunterladen. Fürs erste, zweite und dritte Kind beträgt das monatliche Kindergeld zur Zeit 154 Euro. Ab dem vierten Kind werden dann 179 Euro im Monat ausbezahlt. Wenn eine Frau Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt erhält, wird ein Teil des Kindergeldes vom Unterhaltsvorschuss abgezogen. Das Kindergeld wird bis zum 18. Lebensjahr ausgezahlt, wenn das Kind dann noch in der Ausbildung sein sollte, auch länger. Der Antrag sollte möglichst gleich nach der Geburt des Kindes eingereicht werden, das Geld wird auch rückwirkend ausgezahlt. Seit einiger Zeit gibt es für finanziell schlecht gestellte Familien auch den so genannten Kinderzuschlag, der monatlich bis zu 140 Euro pro Kind beträgt. Diesen erhalten Eltern, die zwar ihr eigenes Leben finanzieren können, bei denen das Geld jedoch nicht für die Kinder reicht. Dieser Zuschuss wird für maximal drei Jahre gewährt und muss bei der Familienkasse beantragt werden. Das bisherige Erziehungsgeld wurde durch das so genannte Elterngeld ersetzt und ist abhängig vom Einkommen. Wenn nach der Geburt ein berufstätiger Elternteil zu Hause bleibt, erhält er ein Jahr lang 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens, aber höchstens 1.800 Euro monatlich.

Das Paar kann zusätzliches Elterngeld beantragen, wenn auch der zweite Partner mindestens zwei Monate zu Hause bleibt. Alleinerziehende erhalten das Elterngeld jedoch volle 14 Monate. Arbeitslose erhalten für die Dauer von einem Jahr monatlich 300 Euro, welche auch nicht auf die anderen Leistungen angerechnet werden. Wenn eine alleinerziehende Frau bereits kurz nach der Geburt wieder arbeiten gehen muss, kann sie unter Umständen einen Zuschuss für die Kinderbetreuung erhalten. Wenn junge Eltern finanzielle Schwierigkeiten haben, sollten sie sich auf jeden Fall an die zuständigen Ämter wenden, um sich über mögliche Hilfen zu erkundigen.

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