Scharlach

Scharlach ist eine Infektionskrankheit, welche von Bakterien des Stammes Streptokokken ausgelöst wird. Gegen diese spezielle Untergruppe der Streptokokken hat das Kind nach überstandener Infektion einen lebenslangen Schutz, nicht aber gegenüber anderen Untergruppen dieser Bakterienart. Da diese Bakterien Toxine bilden, kann es bei Komplikationen zu rheumatischem Fieber oder einer Nierenentzündung kommen. Scharlach tritt überwiegend bei Vorschul- und Schulkindern auf, kann jedoch auch in jeder anderen Altersgruppe vorkommen.

Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome recht unspezifisch und ähneln denen einer normalen Grippe. Das Kind bekommt meistens hohes Fieber und starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden. Es können auch Kopf- und Gliederschmerzen hinzu kommen, in einigen Fällen leidet das Kind auch an Übelkeit und Husten. Die Lymphknoten im Bereich des Halses sind auffällig vergrößert, und auf den geröteten Mandeln sind Eiterbeläge erkennbar.

Etwa drei Tage nach dem Ausbruch der Erkrankung ist dann die für Scharlach typische „Himbeerzunge” zu erkennen. In der Leistengegend beginnt zudem ein Hautausschlag, der sich rasch auf den ganzen Körper ausdehnt. Als einziges Hautareal bleibt ein Dreieck zwischen dem Kinn und dem Mund von dem großflächigen Exanthem verschont. Der Hautausschlag bleibt für etwa sechs bis neun Tage bestehen, dann verschwindet er langsam, und die Haut schuppt sich.

Sobald sich die rote Zunge und der charakteristische Hautausschlag zeigen, besteht für den Arzt kaum ein Zweifel mehr, dass es sich um Scharlach handelt. Auch die stark vergrößerten Lymphknoten unterhalb des Unterkiefers deuten auf eine Scharlach-Infektion hin. Da es jedoch auch einige andere Viruserkrankungen mit ähnlichen Symptomen gibt, wird in der Regel noch der Erreger in einem Labor bestimmt.

Wie bei allen bakteriellen Infektionen, kommt auch beim Scharlach Penicillin zum Einsatz. Das Medikament wird über einen Zeitraum von 10 Tagen gegeben, auch um mögliche Komplikationen zu verhindern. Nach etwa 14 Tagen sollte auch der Urin untersucht werden, um eine Nierenentzündung auszuschließen.

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