Schreikinder

Natürlich ist es vollkommen normal, dass Babys vor allem in den ersten Wochen und Monaten häufig schreien. Dennoch gibt es viele Babys, die weitaus mehr schreien als der Durchschnitt. Die ohnehin erschöpften Eltern sind oftmals fast am Verzweifeln, weil sie nicht wissen, warum das Kind so viel schreit.

Durch das Schreien teilt ein Baby seiner Umwelt normalerweise mit, dass es sich nicht wohlfühlt. Schreibabys melden sich jedoch auch, wenn die Eltern bereits alles für das Wohlbefinden des Kindes getan haben. Das Kind wurde gerade gefüttert, frisch gewickelt oder hat einen Mittagsschlaf gemacht, so dass eigentlich alles in Ordnung sein sollte. Bei vielen Babys ist einfach kein Grund erkennbar, warum sie sich nicht beruhigen können.

schreikindDer Alltag mit solch einem Baby kann extrem anstrengend sein, weil die Eltern ihr Kind kaum beruhigen können und auch nachts nicht zur Ruhe kommen. Früher wurden die so genannten Drei-Monats-Kolliken für das anhaltende Schreien verantwortlich gemacht, doch viele Babys schreien auch nach dieser kritischen ersten Phase noch übermäßig viel. In ganz Deutschland entstehen immer mehr Schrei-Ambulanzen, die den erschöpften Eltern Hilfestellungen geben möchten.

Bei den Ursachen sind sich Ärzte und Psychologen nicht ganz einig, denn häufig kann der Grund nicht herausgefunden werden. Wenn ein Baby auffallend viel schreit, sollte der Kinderarzt sich einmal die Wirbelsäule des Kindes genauer ansehen. Es kann nämlich sein, dass während des Geburtsvorganges die Wirbelsäule etwas deformiert wurde, und das Baby deshalb Schmerzen hat. In diesem Fall könnte eine Physiotherapie dem Kind und den Eltern helfen.

Auch wenn die Mutter während der Schwangerschaft unter starkem Stress gelitten hat, schreien die Babys wesentlich mehr als andere. Falls dies der Fall ist, benötigt das Kind einfach mehr Körpernähe und Ruhe, häufig hilft es, das Kind in einem Tragetuch am Körper zu tragen. In den meisten Fällen handelt es sich um Anpassungsschwierigkeiten, bei denen das Baby Probleme hat, die täglichen Eindrücke ausreichend zu verarbeiten. Die Eltern sollten Reizüberflutung vermeiden und für genügend Ruhephasen sorgen. Es gibt kein Patentrezept für den Umgang mit einem Schreibaby, in vielen Fällen müssen die Eltern einfach durch diese schwierige Phase durch.

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