Rückbildungsgymnastik

Eine Schwangerschaft bedeutet für den weiblichen Körper eine Zeit von enormen Veränderungen. Vor allem der Beckenboden ist einer starken Belastung ausgesetzt, sowohl während der Schwangerschaft als auch unter der Geburt. Viele Frauen haben zwar schon vom Beckenboden gehört, doch einige können diesen noch nicht einmal genau lokalisieren oder ihn durch Anspannen spüren.

rueckbildungsgymnastikDer Beckenboden besteht aus einer Vielzahl von Muskeln, welche durch die Schwangerschaft ziemlich überdehnt werden. Da der Beckenboden auch den Organen im Bauchraum einen gewissen Halt gibt, ist es gut nachzuvollziehen, dass es zu Problemen kommen kann, wenn die Muskulatur in diesem Bereich erschlafft.

In erster Linie kann es zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Inkontinenz kommen. Viele Frauen verlieren in den ersten Wochen nach der Geburt etwas Urin, wenn sie zum Beispiel lachen, husten oder niesen. In dem Fall eignet sich vorübergehend ein Sicherheitsslip, damit die Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird. In vielen Fällen bildet sich dies von alleine wieder zurück, wenn der Körper sich von den Strapazen der Schwangerschaft erholt hat. Es ist jedoch für jede Frau ratsam, einige Wochen nach der Entbindung mit der Rückbildungsgymnastik zu beginnen.

Bereits im Krankenhaus bekommt die junge Mutter Anweisungen von einer Physiotherapeutin, wie sie den Beckenboden anspannen kann, um die Muskulatur zu kräftigen. Viele Frauen müssen erst ein Gefühl dafür bekommen, wo genau sie die Muskeln anspannen müssen. Sehr empfehlenswert ist der Besuch eines speziellen Kurses, etwa sechs Wochen nach der Geburt. Solche Kurse werden in erster Linie von Hebammen angeboten, die Kosten hierfür übernehmen die Krankenkassen. Die Übungen müssen dann jedoch täglich durchgeführt werden, damit die Gymnastik auch Wirkung zeigt.

Wer nicht genügend Zeit für einen solchen Kurs hat, der kann sich auch bei seinem Gynäkologen informieren, denn viele stellen auf Nachfrage gerne eine entsprechende Broschüre mit einer genauen Anleitung zur Verfügung. Gerade Frauen, die bereits das zweite Kind zur Welt gebracht haben, sollten es mit der Rückbildungsgymnastik sehr ernst nehmen, um keinen Gebärmuttervorfall oder eine dauerhafte Inkontinenz zu riskieren.

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