Künstliche Befruchtung – der Natur auf die Sprünge helfen

Die künstliche Befruchtung ist oft der letzte Ausweg für Paare bei denen der Kinderwunsch unerfüllt geblieben ist.
Bei über 90 Prozent dieser Paare ist der unerfüllte Kinderwunsch aufgrund körperlicher Ursachen verantwortlich. Die künstliche Befruchtung wurde 1978 erstmals erfolgreich durchgeführt. Seit dieser Zeit wurden unzähligen Paare auf diese Weise der Kinderwunsch erfüllt.
Die künstliche Befruchtung läuft in Deutschland in einem engen gesetzlichen Rahmen. Neben der freiwilligen Selbstverpflichtung der Ärzte durch Vorgaben der Bundesärztekammer ist maßgeblich das Embryonenschutzgesetz bei der künstlichen Befruchtung von Bedeutung.

Bei der künstlichen Befruchtung gibt es diverse Verfahren. Entweder wird bei der künstlichen Befruchtung der Samen vom Ehemann oder von einem Samenspender verwendet. Dieser wird entsprechend aufbereitet und durch einen Arzt bei der Frau in die Gebärmutter eingesetzt. Nicht immer ist dies sofort erfolgreich, so können mehrere Versuche bis zu einer erfolgreichen Befruchtung erforderlich sein.

Die Kosten für die künstliche Befruchtung wird auch bei gesetzlich versicherten Paaren zur hälfte übernommen. Den Rest der Kosten für eine Befruchtung muss vom Paar aus eigener Tasche finanziert werden. Ein Versuch der künstlichen Befruchtung kostet ca. 2500 €. Da eine erfolgreiche Befruchtung nicht immer auf Anhieb funktioniert sind bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Versuche für eine erfolgreiche Befruchtung begrenzt. So übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung maximal drei Versuche der künstlichen Befruchtung. Auch müssen bestimmte Voraussetzungen zur Kostenübernahme erfüllt werden. Solche Voraussetzungen sind zum Beispiel ein bestimmtes Alter oder eine hinreichende Aussicht auf Erfolg.
Bei der privaten Krankenversicherung werden in der Regel die Kosten je nach Versicherungsumfang voll übernommen. Eigenbeteiligungen sind meist nicht erfoderlich.

Künstliche Befruchtungen werden nicht nur positiv gesehen. Oft kommt es vor das es bei künstlichen Befruchtungen zu Mehrlingsgeburten kommt. Zwillinge oder noch mehr sind bei einer künstlichen Befruchtung keine Seltenheit. Nicht nur die Gefahr von Mehrlingsgeburten ist ein Nachteil bei der künstlichen Befruchtung sondern auch die rechtliche Lage. Wird das Baby in einer Ehe durch eine Samenspende gezeugt ist automatisch der Ehemann entsprechend Unterhaltspflichtig. Eine Anfechtung ist für den Ehemann -sofern seine Einverständnis vorliegt- nachträglich nicht mehr möglich. Das Kind das aus einer Samenspende gezeugt wurde, hat nach dem 18. Lebensjahr die Möglichkeit in einer gesetzlichen Frist die Ehelichkeit anzufechten. Das Kind kann somit über den Rechtsweg den Samenspender nachträglich zu Unterhaltspflichten verklagen. Da das Kind ein Anrecht zu Informationen zur Abstammung hat.

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