Geburtstermin berechnen

Die ersten und wohl wichtigsten Fragen, welche sich ein werdendes Elternpaar häufig stellt, sobald die Gewissheit einer Schwangerschaft vorliegt, sind meistens: Wann ist es denn tatsächlich so weit? An welchem Tag kommt unser Nachwuchs auf die Welt?

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, auf denen der wahrscheinliche Geburtstermin nach der Eingabe einiger weniger Daten per Mausklick berechnet werden kann.  Als Berechnungsbasis dient diesen Programmen die Wahrscheinlichkeitstheorie, dass es nach einer erfolgreichen Befruchtung exakt 266 Tage dauert bis das Baby zur Welt kommt. Auf dieser Grundlage ermittelt der Geburtsterminrechner zwar das Geburtsdatum, aber zu 100 Prozent sicher ist diese Methode fast nie. Denn wer weiß schon noch ganz genau, an welchem Tag das Wunschkind tatsächlich gezeugt wurde?

Eine weitere und vor allem zuverlässigere Variante der Geburtstermins-Berechnung geht auf einen Mann namens Franz Naegele zurück. Franz Naegele lebte vor 200 Jahren in Heidelberg und war dort als Gynäkologe tätig.

Die nach ihm benannte Naegelsche Regel nimmt den ersten Tag der letzten Regelblutung als Grundlage. Fast jede verantwortungsbewusste junge Frau führt heutzutage einen Regelkalender, so dass ihr das für die Naegelsche Regel notwendige Datum durchaus bekannt sein dürfte. Man addiert nun zum ersten Tag der Periode sieben Tage, subtrahiert anschließend drei Monate und rechnet dann nochmals ein Jahr hinzu. Als Ergebnis erhält man das Geburtsdatum seines Babys. Zutreffend ist dies jedoch lediglich bei 4 Prozent der Geburten.

Besonders schwierig wird es, den genauen Geburtstermin bei Frauen auszrechnen, die kurz vor dem Eintritt der Schwangerschaft die Antibabypille abgesetzt haben. Die betreffenden Frauen haben nämlich häufig einen recht unregelmäßigen Eisprung. Im Schnitt werden die meisten Kinder vierzehn Tage früher oder später geboren, als es vorher mit der Naegele-Regel berechnet wurde. Auch gibt diese Regel natürlich keine Auskunft, ob das Kind nicht vielleicht schon in der 36 SSW (Schwangerschaftswoche) zur Welt kommt oder man sich einfach von Beginn an um 2 Wochen verrechnet hat.

Viel präziser und aufschlussreicher in der Bestimmung des genauen Geburtstermines ist eine Ultraschalluntersuchung durch den Frauenarzt. Er sieht dabei das Entwicklungsstadium des Fötus und kann daraus eindeutige Schlüsse ziehen, wann das Baby gesund auf die Welt kommt.

Hilfreich kann eine frühzeitige Berechnung des Geburtstermins dennoch sein. Man weiß als werdende Mutti dann nicht nur, wann man seinen Sonnenschein voraussichtlich im Arm halten kann, sondern man kann anhand des herausgefundenen Datums auch andere wichtige und interessante Informationen ableiten.

Wann werden die ersten Organe des Babys gebildet? Wann stehen für den reibungslosen Schwangerschaftsverlauf wichtige gynäkologische Kontrollen an? Wann ist überhaupt die erste Fruchtwasseruntersuchung möglich?
Eine Errechnung des Geburtstermines kann all diese Fragen, wenn schon nicht ganz präzise, so zumindest aber in etwa beantworten, und deshalb sollte diese Möglichkeit gerne ruhigen Gewissens genutzt werden.

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