Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft

Beim Eintreten einer Schwangerschaft (wann Eisprung?) verändern sich die hormonellen Verhältnisse im Körper der Schwangeren. Für den normalen Ablauf der Schwangerschaft sorgen die drei Hormone Östrogen, Gestagen und HCG (Humanes Choriongonadotropin). Für die Zunahme der Brustgröße sowie der Bildung der Muttermilch sind die Hormone Progesteron und Östrogen zuständig. Das Zusammenspiel dieser Hormone ermöglicht das Eintreten und die Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft und bereitet den mütterlichen Körper auf diesen Prozess vor.

Durch die hormonellen Veränderungen während einer Schwangerschaft treten sowohl körperliche als auch seelische Beschwerden vermehrt auf. Zu den körperlichen Begleiterscheinungen zählt die Umstellung des Stoffwechsels, wodurch ein gesteigertes Hungergefühl mit Heißhungerattacken auftreten kann. Dabei kommt es oft zu ungewöhnlichen Kombinationen von Speisen und Getränken oder dem Verlangen nach süßen oder sauren Lebensmitteln. Dies läßt sich auf einen erhöhten Bedarf des mütterlichen Organismus an bestimmten Nährstoffen, Mineralien oder dem vermehrten Eisenbedarf im Blut zurückführen.

Da sich der mütterliche Organismus sehr schnell hormonell umstellt, sind die ersten Schwangerschaftssymptome oft schon vor dem eigentlichen Ausbleiben der Monatsblutung spürbar. Dazu gehört beispielsweise die morgendliche Übelkeit, die aber auch über den Tag hinweg anhalten kann. Unter Umständen kommt sogar Erbrechen dazu. Bei sehr starken Beschwerden kann der behandelnde Arzt Medikamente verordnen, die dem ungeborenen Kind nicht schaden. Im Allgemeinen lassen diese Beschwerden nach, wenn sich der Körper hormonell auf die Schwangerschaft umgestellt hat.

Das Hormon Progesteron löst während der Schwangerschaft das Gefühl der Müdigkeit aus. Außerdem führen der erhöhte Blut- und Nährstoffbedarf, der für die Versorgung des ungeborenen Kindes notwendig ist, zu Müdigkeitserscheinungen bei der schwangeren Frau.

Die hormonelle Umstellung führt im frühen Stadium der Schwangerschaft zu einem Spannungsgefühl in den Brüsten. Dabei treten oftmals die Blutadern besonders blau hervor. Da sich der Körper auf das Stillen des Neugeborenen vorbereitet, verändern sich sowohl die Größe der Brustwarze als auch die Höfe um die Brustwarze, die sich verdunkeln. Im Allgemeinen empfinden die schwangeren Frauen ihre Brüste berührungsempfindlicher als sonst.

Durch den veränderten Hormonhaushalt kann auch Schwindel auftreten. Die Ursache ist meistens ein erniedrigter Blutdruck, der durch leichten Sport oder regelmäßige Bewegung an der frischen Luft verbessert werden kann. Eine gesunde Ernährungsweise und Schonung während der Schwangerschaft tragen zu einer Blutdruckregulierung bei.

Zu den unangenehmen Begleiterscheinungen gehören häufiger Harndrang und das Auftreten von Blasenentzündungen. Die hormonellen Veränderungen führen auch im Bereich der Harnwege zu einer Ausweitung, wodurch Keime leicht aufsteigen können. Besonders gefürchtet sind dabei beschwerdefreie Blasenentzündungen, die unbemerkt zu einer Entzündung der Nieren führen können. Unter Umständen kann dadurch eine Fehlgeburt ausgelöst werden. Um dies zu vermeiden sind regelmäßige Urinuntersuchungen zu empfehlen, bei denen eine Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann.

Da durch die Hormone der Scheidenbereich besonders gut mit Blut versorgt wird und dadurch viel lockerer ist, kommt es häufig zum Ausfluss aus der Scheide. Hierbei ist zu beachten, dass Ausfluss mit Verfärbung und Geruch und dem Auftreten von Schmerzen durch einen Facharzt behandelt werden sollte. Ein krankhafter, unbehandelter Ausfluss kann durch die aufsteigenden Keime die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährden.

Auftretende psychische Veränderungen, die zu Stimmungsschwankungen oder Antriebsschwäche führen können, verbessern sich im Laufe der Schwangerschaft.

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