Vorsorgeuntersuchungen
Im Verlauf einer Schwangerschaft werden zahlreiche Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt, um den Zustand der Mutter und die Entwicklung des Kindes zu überwachen. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, so dass in den meisten Fällen die neun Monate ohne Probleme vorrübergehen. Dennoch sind regelmäßige Untersuchungen beim Frauenarzt wichtig, denn Probleme können jederzeit auftreten und sich in vielen Fällen nicht abzusehen.
Wenn die Schwangerschaft vom Frauenarzt bestätigt wurde, bekommt die werdende Mutter einen Mutterpass ausgehändigt, in den alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen eingetragen werden. Dieser Mutterpass sollte möglichst immer mitgeführt werden, so dass auch ein anderer Arzt im Notfall ausreichend informiert ist. Die Krankenkasse hat eine gewisse Anzahl an Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen, bei Problemen können natürlich auch zusätzliche Untersuchungen notwendig sein.
Bei den Untersuchungen wird der Arzt meistens einen Ultraschall machen, um die Entwicklung des Kindes zu beurteilen und um Komplikationen rechtzeitig erkennen zu können. Außerdem werden das Gewicht und der Blutdruck der Schwangeren kontrolliert, eine Urinuntersuchung gibt Aufschluss über einen möglichen Schwangerschaftsdiabetes oder eine drohende Blasen- oder Nierenentzündung. Es wird auch öfter der HB-Wert im Blut kontrolliert, um gegebenenfalls eine Eisen-Therapie einleiten zu können.
Mittels eines Teststreifens wird der Arzt auch den pH-Wert der Scheide ermitteln, denn das Milieu sollte leicht sauer sein, um Infektionen zu vermeiden. Der Arzt wird außerdem genau auf vermehrte Wassereinlagerungen achten, da dies ein erstes Anzeichen einer beginnenden Gestose, also einer Schwangerschaftsvergiftung, sein könnte. Wenn Krampfadern festgestellt werden, kann der Arzt der Schwangeren auch Thrombosestrümpfe verschreiben.
Ab etwa der 24. Schwangerschaftswoche wird bei den Vorsorgeuntersuchungen auch ein CTG gemacht, um die Herztöne des Kindes zu kontrollieren. Im Verlauf der Schwangerschaft werden auch verschiedene Blutuntersuchungen vorgenommen, um zum Beispiel Antikörper gegen verschiedene Erreger nachweisen zu können. Außerdem wird der Arzt einen Abstrich machen, um eine mögliche Clamydien-Infektion feststellen zu können. Anfangs sind Vorsorgeuntersuchungen alle vier Wochen, gegen Ende der Schwangerschaft alle zwei Wochen, vorgesehen.